Claude Code im Arbeitsalltag:
So automatisierst du dich Schritt für Schritt selbst
Wenn du eine Aufgabe dreimal machst, musst du sie mit Claude ersetzen – so lautet die Regel bei mitarbyte. Was klingt wie ein radikaler Ansatz, ist in der Praxis erstaunlich einfach umzusetzen. Mit Claude Code baust du dir Schritt für Schritt eine KI-Schicht auf, die direkt auf deinem Computer lebt, auf deine Dateien zugreift und repetitive Aufgaben automatisch übernimmt. In diesem Video zeigt Victor live, wie das Setup aussieht, wie Skills angelegt werden und warum diese Arbeitsweise sich fundamental von Browser-KI unterscheidet.
- Claude Code lebt auf deinem Computer – nicht im Browser. Dadurch kann es auf Dateien zugreifen, Software schreiben und eigene Tools bauen.
- Skills sind wiederverwendbare Fähigkeiten: Jede Aufgabe, die du dreimal machst, wird zum Skill – und damit skalierbar und teilbar im Team.
- Der AI Workspace mit .claude-Ordner, cloud.md und Skills bildet die Grundlage für eine KI-augmentierte Arbeitsweise, die mit der Zeit immer mächtiger wird.
Warum Claude Code sich fundamental von Browser-KI unterscheidet
Tools wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder Langdock laufen im Browser – sie sind eingeschränkt auf die Funktionen, die ihnen dort zur Verfügung stehen. Claude Code hingegen lebt in deinem Terminal, direkt auf deinem Rechner. Das bedeutet: Der Agent kann auf deine lokalen Dateien zugreifen, eigene Software schreiben, diese selbst ausführen und sich so nach und nach eigene Tools bauen.
Victor zeigt das eindrucksvoll in einer Live-Demo: Vier Claude Code Instanzen laufen parallel in Visual Studio Code. Eine erstellt das Morning Briefing mit offenen Tasks und Deadlines aus ClickUp, eine fasst Kernaussagen aus Meetings zusammen, eine erstellt Diagramme und eine generiert Content-Ideen. All das geschieht automatisch, weil die Agenten durch maßgeschneiderte Skills genau wissen, was zu tun ist.
Den AI Workspace einrichten: Die Grundstruktur
Alles beginnt mit einer simplen Ordnerstruktur. Du legst einen Arbeitsordner an (z. B. „AI Workspace"), darin einen .claude-Ordner mit einer claude.md-Datei. Diese Datei wird bei jedem Start von Claude Code geladen und beschreibt den Kontext: Was ist das für ein Workspace? Welche Ordnerstruktur gibt es? Welche Kontextinformationen (Unternehmensbeschreibung, Produkte, Mitarbeiterrollen) sind hinterlegt?
Im .claude-Ordner liegen dann deine Skills – jeweils mit einer skill.md-Datei (das „Briefing" für den Agenten), optionalen Konfigurationsdateien und manchmal zusätzlichen Skripten. Jeder Skill hat einen Namen und eine Beschreibung, die dem Sprachmodell sagt, wann dieser Skill aufgerufen werden soll. Erst wenn der Skill tatsächlich ausgeführt wird, werden die detaillierten Anweisungen geladen.
Skills anlegen: Vom Briefing zum automatisierten Prozess
Victor vergleicht Skills mit dem Briefing eines Werkstudenten: Du erklärst den Kontext, die Aufgabe, die Erwartungshaltung und das gewünschte Ergebnis. Dieses Briefing gibst du dem Skill Creator – dem offiziellen Anthropic-Plugin – und er erstellt daraus einen fertigen Skill. Im Video wird live ein YouTube-Transkript-Skill gebaut, der eigenständig Python-Code schreibt, ein Transkript herunterlädt und eine Analyse als Datei ausgibt.
- Dreimal-Regel: Jede Aufgabe, die zum dritten Mal vorkommt, wird zum Skill – damit wird sie skalierbar und reproduzierbar.
- Skills im Team teilen: Einmal erstellte Skills können im Team ausgetauscht werden – was eine Person baut, können alle nutzen.
- Iterativ verbessern: Wenn ein Skill nicht optimal läuft, sagst du dem Skill Creator einfach, was angepasst werden soll.
Mehrere Workstations für verschiedene Kontexte
Ein besonders praktischer Aspekt: Du kannst mehrere Workstations anlegen – eine für das Unternehmen, eine für private Projekte, eine für etwas ganz anderes. Jede hat ihre eigene claude.md, ihre eigene Skill-Sammlung und ihren eigenen Kontext. Die Skills aus dem Terminal lassen sich auch in Claude Cowork über Plugins nutzen, sodass auch weniger technische Teammitglieder davon profitieren.
Fazit: Die KI-augmentierte Arbeitsweise beginnt jetzt
Die Vision ist klar: Du arbeitest nicht mehr als umsetzende Instanz, sondern als Orchestrierer und Prüfer. Mehrere KI-Agenten laufen parallel, du delegierst Aufgaben und überprüfst die Ergebnisse. Der Weg dahin beginnt mit dem Aufbau von Skills – Stück für Stück legst du eine KI-Schicht über deinen Arbeitsalltag, die mit jeder neuen Fähigkeit mächtiger wird. Victor ermutigt jeden, es einfach auszuprobieren: Es ist nicht so kompliziert, wie es aussieht, aber die Möglichkeiten sind enorm.
Häufig gestellte Fragen
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